Dienstag, 2. Mai 2017

Schwangerschaftsupdate - es ist nicht alles schön was glänzt

Ich habe mich wirklich lange hier nicht mehr gemeldet und das hatte wirklich viele Gründe, die ich Euch heute erstmal näher bringen möchte.

Der größte und bedeutende Grund ist die Tatsache, dass meine Schwangerschaft einfach nicht so schön verläuft, wie man sich das selbst und anderen wünschen würde. Ich habe darum ja nie ein Geheimnis gemacht, aber irgendwann kam ich an den Punkt wo ich einfach nicht mehr schreiben wollte. Immer wieder wird man gefragt wie es einen geht und immer wieder fängt man an es zu erklären und dadurch wurde ich immer wieder aufs neue "runter gezogen", dabei soll man ja positiv denken.

Zum anderen dachte ich mir, dass das sicher auch keiner lesen mag und sicherlich einige auch beängstigen wird. Ich selbst habe immer wieder mal "gegooglt" mich mit anderen ausgetauscht und es hat alles mit mir gemacht, nur nicht meine Sorgen gemindert.

Als ich Ostern wundervollen Besuch von meiner ehemaligen Klassenkameradin Maria und ihrem Freund bekam, war ihr Freund der treibende Punkt, warum ich wieder ernsthaft in Betracht zog zu bloggen. Er ist Sportjournalist und als wir uns unterhielten und ich ihm davon berichtet habe warum ich nicht schreibe, meinte er, dass gerade das doch die Menschen lesen wollen - die Wahrheit, das echte Leben und auch die Tatsache, das eben nicht alles schön ist was glänzt.

Er hat mich richtig ermutigt, also wollte ich wieder so richtig in die Tasten hauen. Danke Martin ;)

Aufgrund meiner gesundheitlichen Situation ist das mit den "in die Tasten hauen" leider nicht ganz so einfach, denn seit mehreren Wochen habe ich so starke Wassereinlagerungen, dass meine Hände dauerhaft taub sind und ich nur schwer ein Gefühl in den Händen habe. Das erschwert enorm meinen Alltag, sodass ich mir das Autofahren nur noch bis zur Uniklinik zu traue, so gut wie gar nichts mehr schreibe bzw, Stunden oder Tage für diese Zeilen hier brauche, Handy und PC meide, Flaschen nicht aufbekomme und ja auch meine geliebte Fellnase nur noch bedingt halten kann.

Mir fehlt beispielsweise auch dadurch die Kraft meine Kompression anzuziehen, sodass ich nur noch die Kniestrümpfe trage und hier schon große Mühe habe sie anzubekommen - aber die Hose...no way.
Beim Ausziehen brauche ich dann stets Hilfe, nicht nur, weil ich nicht mehr runter komme, sondern eben auch weil jegliche Kraft weg ist.
Nachts kann ich kaum bis gar nicht schlafen, da eben auch hier ständig die Hände und teilweise die ganzen Arme einschlafen :/ so viel zum Thema schlaf um dein Leben vor der Geburt...

Dies ist nur ein großes Problem, was in den letzten Wochen meine Schwangerschaft "bereichert" hat.

Leider kamen bereits im März größere Probleme in Form von bakteriellen Infekten hinzu, die, wie später heraus kam, aufgrund vom Schwangerschaftsdiabetes und zu hohen Zuckergehalt im Urin ausgelöst wurden. In allen Lagen hatte ich furchtbare Schmerzen im Intimbereich und egal was ich an Medikamenten einnahm es wurde nicht besser. Knapp eine Woche später zeigte sich in der ISB (intensiv Schwangeren Betreuung) in der Uniklinik, dass ich eine wahnsinnig hohe Konzentration an Zucker im Urin habe, worauf hin der Test auf Schwangerschaftsdiabetes wiederholt wurde der Ende Januar negativ ausfiel.
Dieser fiel diesmal sooooo exorbitant schlecht aus, dass ich noch bei meiner Frauenärztin einen wahnsinnigen Heulkrampf bekam. Ich war zu dem Zeitpunkt einfach nervlich völlig am Ende, da die Schwangerschaft für mich immer mehr zu einer Tortur wurde. Meine Frauenärztin hat mich dann erstmal wieder aufgebaut und sich in der Praxis wirklich viel Zeit genommen, worüber ich unglaublich dankbar bin. Generell, bin ich so froh zu ihr in die Praxis gewechselt zu sein, denn ich werde dort von allen so unglaublich gut betreut und liebevoll behandelt. 

Das Lächeln zum Wochenwechsel fiel mir an dem Tag daher sehr schwer

Die Werte waren so schlecht, dass ich nicht ums Insulinspritzen herum gekommen bin. Neben den regelmäßigen Kontrollen durch die Frauenärztin und der ISB der Uniklinik musste ich nun fast täglich in die Diabetologie der Uniklinik, denn es ging darum mich schnellst und so gut wie möglich auf Insulin einzustellen, denn meine Tochter hat bereits sichtbar darunter gelitten - durch den enorm hohen Blutzucker ist unser Mädchen in meinem Bauch förmlich explodiert in Bezug auf Gewicht und Größe. Sie war zu dem Zeitpunkt knapp 4-5 Wochen in der Entwicklung voraus, nur entwickeln sich die Organe nicht so schnell, wie der Rest "geschossen" ist.


Auch in den schlimmsten Dingen etwas positives sehen - ein Herz gestochen
Der Blutzucker war nüchtern hier bei 7,2 

Ich spritze mittlerweile dreimal täglich zu den Mahlzeiten und einmal nachts ein Langzeitinsulin. Dazu kommt, dass ich enorm die Ernährung umstellen und anpassen musste, d.h. Zucker in allen Varianten meiden.

Es ist ja nicht so, dass ich vorher sehr zuckerhaltig gelebt habe - Schokolade konnte ich während der Schwangerschaft sowieso nicht genießen, da mir schon bei dem Gedanken daran schlecht wurde - aber der sonntägliche Saft zum Frühstück, Brötchen, Brot, Nudeln und eben auch mein Naturjoghurt mit frischen Obst musste gestrichen werden. So kann ich nur Knäckebrot und Reiswaffeln mit mageren Aufschnitt, Wildreis mit Fisch, viel Gemüse und ein wenig Fleisch essen. Um satt zu werden. esse ich dann auch gern Skyr, der hat tatsächlich weniger Zucker als Naturjoghurt und Magerquark (der von Lidl). Mittags darf ich mir hin und wieder eine ganz kleine Portion Obst gönnen.

Das größte Problem ist eher die Tatsache, dass man nicht so viel auf einmal essen kann, da einfach durch das Kind nicht so viel Platz im Magen ist um über die Zeit zu kommen. Es heißt ja nicht umsonst 5 kleine Mahlzeiten...aber dadurch dass ich nur drei Mahlzeiten nun zu mir nehmen darf war das am Anfang das schwierigste für mich. Generell ist das Thema Essen nun viel präsenter, da man ständig am Studieren ist, wie viel Zucker ist enthalten, kann ich das essen, aber auch "Boar ich hätte mal wieder soooo Lust auf..."

Erschreckt habe ich mich dennoch, wie viel Zucker in den ganzen Lebensmitteln ist, die wir so zu uns nehmen und dass dieser oft versteckt und "unsichtbar" ist. Es ist daher kein Wunder, wenn immer mehr junge Menschen an Diabetes erkranken bei all dem süßen "Schund" den wir in uns stopfen, der uns als vermeintlich "gesund" vermittelt wird.

Mit dem Schwangerschaftsdiabetes bin ich mittlerweile ganz gut im Umgang, sodass sich auch unser kleines Mädchen gut erholt hat. Klar, sie ist immer noch deutlich größer, sodass man spätestens in der 38. Schwangerschaftswoche plant die Geburt einzuleiten, wenn Madame sich nicht schon vorher von allein auf den Weg macht.

Denn eins darf man nicht vergessen - durch Schwangerschaftsdiabetes besteht ein erhöhtes Risiko für plötzlichen Kindstod noch im Mutterleib.
Diese Tatsache und die damit in mir aufkeimenden Sorgen, die bislang sowieso nicht gerade wenig bei mir waren, haben mich sehr fertig gemacht, sodass ich mich sehr zurück gezogen und fast schon isoliert habe.
Kurz darauf habe ich von dem schlimmen Schicksal um Corinna gelesen und ich weiß noch, dass ich den ganzen Tag immer wieder in Tränen ausgebrochen bin, weil es mich so innerlich zerfressen hat, da man mich in der Aufklärung zum Schwangerschaftsdiabetes auch darauf vorbereitet hat.

Nachts in der Uniklinik - plötzlich keine Kindsbewegungen mehr spürbar gewesen
Schwangerschaftswoche 33+4 

Und dann sagen immer alle "Denk positiv, alles wird gut"

Ja, wie soll man bei all dem positiv denken? Und um genau all das nicht hören und lesen zu wollen, habe ich nicht mehr geschrieben. Ich wollte einfach nur noch für mich sein, mich nicht immer wieder dem "Jammern" hingeben, zumindest hat man ja das Gefühl man jammert, wenn man es immer wieder erzählt.

Das schlimmste ist nämlich, dass ich mich zu allem immer und überall ständig erklären muss - erklären, dass ich so viel wiege und was überhaupt Lipödem ist. 
Eine Ärztin sagte mir vor wenigen Wochen doch tatsächlich ins Gesicht "Haben Sie es mal mit Abnehmen versucht, das soll helfen!" Ich war so perplex, dass ich kein Wort sagen konnte, Es hat mich so unglaublich wütend gemacht, zumal es eine private Leistung war in Form eines 3D-Ultraschalls den ich meinem Freund geschenkt hatte. Zudem ist eine Diät in der Schwangerschaft alles andere als eine gute Idee. 
Aber auch in der Uniklinik wo ständig in der ISB Sprechstunde andere Ärzte sind fängt man jedes mal von vorn an zu erklären wieso weshalb warum. Ja, man muss sich richtig rechtfertigen.

Und wo wir gerade beim rechtfertigen sind:
Natürlich bin ich dankbar schwanger zu sein und das Glück zu haben einen kleinen Menschen in mir heranwachsen spüren zu können und überhaupt ist es ein Wunder, dass wir unter allen Umständen und Prognosen soweit gekommen sind - aber Ich hätte gern vorher noch alles bezüglich meines Lipödems abgeschlossen, meinen Weg beendet, mehr Gewicht reduziert und mich gesundheitlich gern erstmal fest gesattelt, aber das Leben hatte eben einen anderen Plan für mich. Aber ich bin mir dennoch sehr sicher, es wäre alles besser, einfacher und leichter, wenn ich nicht unter diesen Umständen schwanger geworden wäre. Daher hoffe ich, ihr versteht was ich damit sagen will.

Da es sicherlich sehr viele interessiert, wie viel ich mittlerweile wiege hier nun ein paar Zahlen ;)
Vor der Schwangerschaft hatte ich 114 kg und einen Bauchumfang von knappt 112cm, die ich seit der Zeit vor den Liposuktionen konstant gehalten habe. Mittlerweile habe 129,1 kg also knapp 15kg zugenommen und einen Bauchumfang von 144.7cm.
Am Anfang hatte ich richtig Panik, aber mittlerweile bin ich mehr als entspannt was das angeht, da ich ja keinerlei Sport machen darf/soll und mit dem Hund aufgrund der Umstände nur max. 30 Minuten spazieren kann. Mir juckt es richtig im Poppes nach der Geburt dann los sporteln zu können und ich habe bereits wieder ein festes Ziel vor Augen - den Frauenlauf im kommenden Jahr :)

24, Schwangerschaftswoche vs. 34. Schwangerschaftswoche

Bezüglich des Lipödems kann ich keinerlei Verschlechterung feststellen, zumindest habe ich nirgends die lipödemtypischen Schmerzen. Das einzige was wirklich gravierend ist, ist das viele Wasser, was so schlimm ist, dass die Kompression es nicht aufhalten kann, d.h. trotz Kompri ist das Wasser in den Füßen und auch an den Unterschenkeln deutlich zu sehen und schmerzhaft zu spüren.
Mein Facharzt hat mich letzte Woche diesbezüglich aber schon beruhigt und ist sehr optimistisch, dass das nach der Geburt sich schnell von selbst wieder reguliert. 

Die Beule unterm Knie ist deutlich
erkennbar, sowie die dicken Panda-Füße und die prallen Oberschenkel

Ich hoffe für mich generell, dass ich nach der Schwangerschaft all meine Probleme wieder los werde und sie wirklich rein schwangerschaftsbedingt waren. Der hohe Blutdruck, die missfunktionierende Schilddrüse, die Schmerzen in der Symphyse, die tauben Hände, der kack Diabetes, das viele Wasser...


Ich hoffe ich habe niemanden jetzt mit dem Beitrag verängstigt.

Sicherlich ist meine Schwangerschaft ein extrem und sehr sehr viele haben das Glück von all dem verschont zu sein bzw. wenn nur eine "Last" zu tragen, während ich bei allem wieder fleißig "HIER HIER HIER" geschrien habe, aber es zeigt auch, dass man von einem Scheiß in den nächsten rutschen kann.

Danke für Eure Geduld, die nächsten Beiträge werden sicherlich wieder positiver :)


Freitag, 3. März 2017

Interview mit dem MDR Sputnik zum Thema Lipödem

Letzte Woche erhielt ich eine Interviewanfrage von Laura, die für MDR Sputnik, also der Sender für die jungen Menschen, einen Beitrag zum Thema Lipödem recherchiert und erarbeitet.
Geplant war neben einem kurzen Radiobeitrag von knapp 2-3 Minuten ein Onlinebeitrag zum Thema, wo die Hörer des Senders dann auch Anlaufstellen für weitere Informationen erhalten.
Natürlich habe ich nicht lange gezögert und direkt zugestimmt. 

Meine Freude wuchs, als ich erfuhr, wer den fachärztlichen Part übernehmen wird - Dr. Völpel aus der Praxisklinik Dr. Wachsmuth und Dr. Völpel in Leipzig, bei denen ich für Dezember ja eigentlich die Oberarmstraffung geplant hatte. 
Bereits von Dr. Wachsmuth war ich in dem Vorgespräch, aber auch beim Lipödemtag in Markkleeberg sehr angetan und von seiner Kompetenz mehr als überzeugt. Er und auch Dr. Völpel operieren das Lipödem mit sehr guten Ergebnissen und zufriedenen Patienten.


Laura von MDR Sputnik und Dr. Völpel

Am 01. März traf ich mich dann mit Laura und war sehr froh, dass sie, aufgrund meiner voran geschrittenen Schwangerschaft, zu mir kam. 

In einem Café direkt hier im Viertel besprachen wir das gleich stattfindende Interview, sie zeigte mir ihr ausgearbeitetes Skript und berichtete von den zuvor stattgefundenen Interview mit Dr. Völpel.
Danach ging es auch schon los.

Laura stellte mir all ihre Fragen und ich erzählte einfach drauf los. 
Ja, etwas komisch war es schon so mit Mikrofon vor der Nase, aber ich versuchte mich einfach auf Laura zu konzentrieren. Relativ schnell war alles im Kasten oder eher im Mikrofon und Laura war einfach nur beeindruckt von meiner Geschichte und meinem Leiden. Wie tauschten uns dann noch knapp eine Stunde weiter über die Erkrankung, die Erfahrungen, die Therapie und die momentane Schwangerschaft aus.
Sie betonte immer wieder, was für eine starke Persönlichkeit bin, auch, dass ich eben so offensiv mit meiner Krankheit umgehe und aufkläre.
Ich freue mich über jede Gelegenheit, die wir zur Aufklärung über unsere Krankheit bekommen und seit einiger Zeit auch immer mehr gehaltvolle Beiträge erscheinen, in denen wir nicht belächelt, sondern ernst genommen werden.



Eigentlich war der Beitrag im Radio für den kommenden Tag geplant, aber die Thematik und das Interview war so beeindruckend für Laura und die Redaktion, dass man noch am selben Abend den Beitrag beim Sputnik Tagesupdate ausstrahlte und am folgenden Tag zusätzlich ins Programm einbaute.

Auch wenn der Beitrag wirklich sehr kurz war, war er einfach auf den Punkt gebracht und gut. 
Der Herzmann und ich lauschten natürlich voller Spannung abends dem Interview und waren einfach nur begeistert und über meine Schnupfnase mehr als amüsiert. :)

Auch der Onlinebeitrag bündelt alle wesentlichsten Informationen zum Lipödem und bietet den Hörer weitere Anlaufstellen, wie unseren Lipödem Hilfe Deutschland e.V., für Informationen.

Leider ist das Radiointerview online nicht verfügbar, aber jeder der Interesse hat den Beitrag zu hören, kann sich gern an mich wenden, sodass ich Euch den Mitschnitt per Email zukommen lasse.

Ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich bei Laura und den MDR Sputnik, für die Möglichkeit über das Lipödem zu sprechen, bedanken. Auch ein herzliches Danke an die Praxisklinik Dr. Wachsmuth und Dr. Völpel für den guten fachärztlichen Beitrag. :)


Dienstag, 28. Februar 2017

Lipoletic - Fitness, Sport und Bewegung bei Lipödem

Seit Monaten verfolge ich, wie unsere Diana aus ihrer Erkrankung Lipödem ein einzigartiges Projekt gestartet hat. Über Monate hinweg hat sie gemeinsam mit Kai Amberg zusammen lipoletic entwickelt. Sie ist quer durch Deutschland gereist, hat Fachärzte interviewt und ihr Projekt auch auf dem Lipödemtagen in Hannover und Markkleeberg vorgestellt, wo es überall großes Interesse weckte.

Neben den wesentlichen Therapieformen der Kompressionsbestrumpfung, manuellen Lymphdrainage und einer gesunden ausgewogenen Ernährung ist Sport und Bewegung ein essentieller Bestandteil in der Behandlung des Lipödems.


www.lipoletic.de

Das Lipödem muss mittels einem guten Zusammenspiel aller sechs Komponenten behandelt werden um langfristig Erfolg in der Therapie zu haben und schmerzfrei zu werden.
Nur mit Sport und Ernährung wird das Lipödem nicht verschwinden, auch wird die Behandlung nur mittels der Liposuktion ohne eine gesunde Ernährung und Sport langfristig keinen Erfolg haben.
All dies wird auch von vielen Fachärzten bestätigt, sowie unterstützt. In Facharzt-Interviews hat Diana die einzelnen Meinungen festgehalten.

Seit einigen Wochen steht lipoletic endlich in den Startlöchern und kann von allen Lipödem- aber auch Adipositaspatientinnen genutzt werden.

Aber was ist eigentlich lipoletic?
lipoletic ist ein ganzheitliches Bewegungsprogramm was speziell auf die Bedürfnisse von Lipödempatientinnen entwickelt wurde und aufeinander abgestimmte Übungen bündelt, die die Mobilisierung, Vitalisierung und Kräftigung jeder einzelnen Körperpartie ermöglichen soll.

Prinzipiell soll lipoletic vor dem Auftreten von Folgeerkrankungen bewahren.
Sicherlich werden viele jetzt aufschreien..."Prima, viel zu spät für mich, also brauch ich das nicht!", da sie bereits lange mit Folgeerkrankungen zu kämpfen haben und sich aufgrund der jahrelangen immer weiteren Verschlechterung des Lipödems kaum bis gar nicht mehr bewegen können, aufgrund der enormen Schmerzen, die die Erkrankung mit sich bringt.
Aber auch hier bietet lipoletic als erstes und einziges Programm die Möglichkeit den Körper aus der alltäglichen Einseitigkeit und Nicht-Bewegung wieder zurück in die natürliche Beweglichkeit zu holen, d.h. auch wer auf Rollator und Gehhilfen mittlerweile angewiesen ist kann mit lipoletic Schritt für Schritt den eigenen Körper wieder mobilisieren und mehr Bewegung erlernen.

Wie funktioniert lipoletic?
Zuerst einmal ist zu sagen, dass man lipoletic überall ausüben kann, wo man sich selbst wohl fühlt.
Man muss nicht einmal die eigenen vier Wände verlassen um aktiv zu werden. denn lipoletic begleitet einen online Schritt für Schritt.
Wöchentlich werden neue Übungsvideos freigeschaltet, mit denen man seine Beweglichkeit Stück für Stück zurück gewinnt und fitter wird. Dabei ist es wichtig das ganzheitlich trainiert wird und Abwechslung in die Übungen eingebracht werden, damit es einem nicht langweilig wird.

Ich erinnere mich noch, dass Diana auf dem Lipödemtag sagte, dass lipoletic einen 1,5 Jahre an die Hand nimmt, um dann wieder beweglich zu sein bzw. jene, die bereits problemlos Sport machen können ganzheitlich trainiert sind und sich vor Folgeerkrankungen schützen.
Man ist also zum einen nicht allein dank der Onlinevideos und zum anderen muss man sich nicht im Fitnessstudio oder in Kursen abwertenden Blicken aussetzen.

Was beinhaltet lipoletic alles?
lipoletic setzt sich aus drei Trainingsformen zusammen. Einmal die gelenkgeometische Standform "GeoVital", die Bodenform "BodenYoga" und ein zusätzliches Partner-Krafttraining am Aeroletic Bambus, welches den Stoffwechsel beschleunigen soll.

Es soll bald eine zusätzliche Trainingsform für all jene, die nicht die Übungen auf dem Boden machen können geben, sogenanntes "SesselYoga" sodass wirklich alle, auch jene die starke Bewegungseinschränkungen haben Übungen machen können.

Los geht´s
Bevor man mit lipoletic starten kann muss man sich auf der Seite von lipoletic www.lipoletic.de registrieren. Danach sucht man sich seine Mitgliedschaft aus - egal ob monatlich, halbjährlich oder direkt für ein ganzes Jahr.

Der monatliche Beitrag liegt bei 24,90€ und kann jeden Monat gekündigt werden, so hat jeder die Möglichkeit lipoletic auszuprobieren und sich ohne Vertragsrisiko selbst einen Eindruck zu machen.

Edit:
"Auf Grund der am 22. Februar 2017 ausgestrahlten Sendung bei Stern TV mit unserem Kooperationsarzt Dr. Henning Ryssel zum Thema Lipödem haben wir so viele neue Zuläufe erhalten, dass wir den Preis für Euch dauerhaft auf 18,90€ senken konnten.

Vielen Dank für den großen Erfolg, den wir mit Euch gemeinsam teilen wollen.

PS: Natürlich profitieren auch unsere bisherigen Teilnehmer ab heute von dieser Preissenkung.
Let's lipoletic!"
Na das nenne ich doch mal eine wunderbare Entwicklung, von der wir alle profitieren können.

Nachdem man sich registriert und entschieden hat kann man direkt mit dem Einführungsvideo und der ersten Trainingswoche beginnen.
Das eigene Trainingsprogramm findet man unter dem Reiter auf der Linkenseite "Mein Trainingsprogramm"




Im Einführungsvideo wird Schritt für Schritt jede Übung detailliert erläutert und auch die einzelnen körperlichen Funktionen und Abläufe erklärt, sodass man noch ein besseres Verständnis für seinen Körper und die Bewegungsabläufe erlangt.
In den einzelnen Trainingsvideo wird dann nur kurz auf die einzelnen Übungen eingegangen und hintereinander trainiert.

Und das sieht dann in der ersten Trainingswoche so aus:


Auf die Außenseiten der Füße stellen und Zehen einziehen


Fersen an den Po ziehen
Fersen wieder nach vorn schieben, Zehen ran ziehen, Spannung halten

Durch meine Schwangerschaft und den damit verbundenen Problemen zur Zeit bin ich selbst nicht mehr so beweglich und fit, wie sonst, aber daher kann ich Euch auch zeigen, das lipoletic wirklich für jeden etwas ist.

Mein bisheriges Fazit:
Die Anmeldung und Handhabung von lipoletic ist wirklich einfach und selbst erklärend.
Die erste Trainingswoche war ein guter Start, der mir schon Freude bereitet hat und mir schon zu mehr Beweglichkeit verhalf. Die Übungen sind bislang sehr einfach und steigern sich von Woche zu Woche. 
Das Fußtraining in der ersten Woche ist überwiegend auch im Sitzen möglich, gerade was die Aktivierung der Zehenmuskelatur betrifft. Ich weiß gar nicht, wann ich mich das letzte Mal so bewusst mit meinen Füßen beschäftigt habe. 

In den kommenden Wochen und Monaten werde ich Euch Schritt für Schritt mit durch mein lipoletic nehmen und Euch zeigen, das es wirklich für jeden etwas ist. Diana meinte auch, dass ich gerade nach der Schwangerschaft stets am Ball bleiben soll, um meinen Körper schnell wieder zu regenerieren. Es gibt nun keine Ausreden mehr keinen Sport zu machen ;) Also let's lipoletic.

Ihr seit noch nicht überzeugt und wollt weitere Meinungen von anderen Lipimädels, die bereits lipoletic machen, dann klickt mal hier.

Freitag, 24. Februar 2017

Schwanger trotz Lipödem

In den letzten Wochen habe ich immer wieder Nachrichten von anderen Lipödempatientinnen erhalten, die mich voller Hoffnung fragten, wie wir trotz Lipödem schwanger geworden sind und wie sich die Schwangerschaft bislang auf das Lipödem auswirkt.

Bereits bei meinem Schwangerschaftsouting im Dezember schrieb ich ganz offen und ehrlich, dass wir völlig ungeplant schwanger geworden sind und das eben auch trotz Verhütung.
Daher weiß ich nicht was ich all jenen, die mich mit unendlicher Hoffnung auf einen Geheimtipp anschreiben sagen soll, außer genau das.

Ungeplant heißt nicht, dass ich nie Kinder wollte, sondern der Zeitpunkt für mich einfach nicht der passende war, da ich wie gesagt kurz vor meiner Oberarmstraffung bei Dr. Wachsmuth stand, mein Studium gerade begonnen hatte und ich mich selbst noch nicht soweit empfand und immer noch nicht empfinde, Mutter zu werden. 
Es schmerzt mir daher umso mehr zu lesen wie viele seit Monaten oder gar Jahren vergeblich versuchen ein Kind zu bekommen und ehrlich kann ich keine guten Tipps und Ratschläge geben, als jene die den meisten sowieso schon bekannt sein werden:

Nicht unter Druck ein Kind machen, sondern entspannt sein und vielleicht mal in den Urlaub fahren, denn unsere kleine Lotti ist auch im Urlaub entstanden und somit ein kleines Usedombaby, Folsäure, eine gesunde ausgewogene Ernährung und das ein oder andere Homöopathische Mittel mit Himbeerblättertee - der soll nämlich auch beim Kinderwunsch helfen - können nur förderlich beim Kinderwunsch sein.
Andernfalls ist der Weg in eine Kinderwunschklinik wohl dann die einzig logische Konsequenz.
Aber all das sagt sich wohl leichter, wenn man den psychischen Druck und das Leiden nicht kennt, daher möchte ich mir nicht anmaßen Euch mit solchen Tipps zu bombardieren.


Auch ist die Frage wann eine Schwangerschaft mit Lipödem sinnvoll ist zur Zeit mehr als aktuell und auch hier kann und möchte ich nur das weiter geben, was mir durch Fachärzte wie Dr. Heck mitgeteilt wurde.
Prinzipiell ist anzuraten die Liposuktionen vor einer Schwangerschaft abzuschließen, da durch die enorme Hormonumstellung es nicht auszuschließen ist, dass es zu einem Schub beim Lipödem kommen kann. Hier ist aber zu sagen, dass jeder Körper anders ist.
Dennoch, wenn man die Leidensgeschichte von vielen hört und liest fällt auf, dass bei vielen das Lipödem durch die Schwangerschaft erst richtig ausbrach oder sich enorm verschlimmert hat.

Ich selbst möchte mir nicht ausmalen, wie ich ohne die Liposuktionen die Schwangerschaft hätte meistern sollen. Schon damals hatte ich enorme Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. 
Meine Schwangerschaft jetzt läuft leider auch nicht problemlos und bereitet mir mit jedem Tag mehr Schwierigkeiten.
Mittlerweile muss ich einen Beckengürtel tragen, da ich eine Symphysenlockerung habe, sprich das Becken ist durch die vielen Hormone schon zu locker. Gehen und Stehen bereitet mir enorme Schmerzen.



Aber eine Verschlechterung des Lipödems durch die Schwangerschaft konnte ich bislang bei mir nicht feststellen. Ich bin weiterhin schmerzfrei. Lediglich mein sekundäres Lymphödem, welches entstand, weil das Lipödem jahrelang nicht erkannt und behandelt wurde, macht mir aufgrund der schwangerschaftsbedingten Wassereinlagerungen zu schaffen. Aber hier wurde mir von vielen Seiten bereits Mut gemacht, dass dies nach der Schwangerschaft sich wieder geben wird.

Prinzipiell gilt - was weg operiert wurde bleibt weg und kommt nicht wieder.
Möglich ist aber, dass nicht alle Lipödemzellen bei der Liposuktion entfernt wurden und sich diese nun vergrößern. Sollte es zu einer Verschlechterung kommen sollte man auf jeden Fall seinen Operateur aufsuchen und dies abklären.

Am 01. April findet in Mülheim an der Ruhr durch die Lipoclinic von Dr. Heck eine eigene Infoveranstaltung statt.
Frau Dr. Heck-Kneissle wird als Gynäkologin zu folgenden Themen referieren:
"Wie beeinflussen Hormone das Lipödem? Gibt es aktuelle Studien? Antibabypille: ja oder nein - und wenn ja: welche? Ist die Pille Schuld am Lipödem? Auch über die Themen PCO-Syndrom, Schwangerschaften, Stillzeiten, hormonfreie Verhütungsmethoden und viele weitere wird Frau Dr. Heck-Kniessle in ihrem Vortrag aufklären." 

Ich bedauere es sehr, dass ich diesem Vortrag nicht hören werde, da ich mir die weite Reise quer durch Deutschland unter meinem Umstand leider nicht zumuten darf. Aber vielleicht findet ihr für euch noch Antworten auf Eure Fragen.



Anbei mal ein aktuelles Bild von meiner Kugel. Ich bin mittlerweile im 7. Monat und habe doch schon gute Rundungen am Bauch. :) 

Alles Liebe
Eure Anja

Montag, 20. Februar 2017

Facharbeit "Chronische Erkrankung - Lipödem"

Vor ein paar Monaten hatte ich Euch erzählt, dass mich eine Studentengruppe aus Hamburg kontaktiert hat und mich für ihre wissenschaftliche Arbeit interviewt hatte. 

Um was es genau geht und wer alles wissenschaftlich zusammen gearbeitet hat, hat Susan für Euch kurz zusammen getragen:
"Wir, das sind Carolin, Sarah, Susan, Patricia und Jonas, sind eine Studierenden Gruppe aus Hamburg. 


Wir studieren Interdisziplinäre Gesundheitsversorgung und Management. Wir kommen bereits alle aus verschiedenen Gesundheitsfachberufen und zwar der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Physiotherapie.
In dem Modul "Chronische Erkrankung" ging es um seltene und häufig falsch diagnostizierte wie auch in der Gesellschaft nicht anerkannte Erkrankungen. Als Prüfungsleistung sollten wir uns in Gruppen zusammenfinden und eine Erkrankung, auf die diese Beschreibung zutrifft, ausarbeiten und im Plenum vorstellen. Hierbei war es wichtig, nicht nur die reine Symptomatik darzustellen sondern vielmehr den Leidensdruck dem die Betroffenen ausgesetzt sind. Wir haben uns für das Lipödem entschieden, da Patricia als Physiotherapeutin uns einiges darüber erzählen konnte. Wir anderen kannten das Krankheitsbild kaum oder gar nicht und waren sowohl über die physischen wie auch über die psychischen Belastungen der Betroffenen erschrocken und wollten uns gerne diesem Thema widmen um dieses Krankheitsbild zumindest in unsrem Kurs bekanntzumachen."

Mittlerweile ist die Facharbeit abgeschlossen und die Verteidigung fand bereits im Dezember unter großen Interesse und mit viel Begeisterung statt.

Ich freue mich sehr mit meinem Blog und dem Interview der Gruppe bei Ihrem Vortrag geholfen zu haben und überhaupt, dass man dem Lipödem immer mehr Aufmerksamkeit schenkt, auch in Studiengruppen. 

Auszug aus der Präsentation

Wer Interesse an dem Fact-Sheet oder der vollständigen Präsentation hat, kann sich gern an mich wenden.


Das Fact-Sheet zur Präsentation. 

Montag, 13. Februar 2017

Krank in der Schwangerschaft

Gerade habe ich den dritten grippalen Infekt während der Schwangerschaft überstanden und möchte Euch heute einige Tipps verraten, die mir während der Zeit geholfen haben, denn während der Schwangerschaft darf man eigentlich nichts von dem, was einem wirklich hilft, nehmen.

Ich bin offenbar mehr als geschwächt in die Schwangerschaft gerutscht, denn es reichte wenn nur jemand neben mir niesen musste und schon war ich wenige Tage später krank.
Mit jedem Mal wurde es nun schlimmer und der letzte grippale Infekt übertraf die anderen beiden um Weiten, da ich zusätzlich neben einer verstopften Nase, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit auch mit Fieber zu kämpfen hatte, was aber für das Baby alles andere als gut war.

Aber die Entwarnung vorweg - uns geht es mittlerweile wieder gut und auch dem Babymädchen scheint es gut zu gehen, denn ich war extra nochmal zur Kontrolle, einfach um mir die Sorgen nehmen zu lassen,

Was kann man aber nun aktiv bei einem Infekt machen?

Am besten soweit wie möglich alles mit den guten alten Hausmitteln lösen und auf rein pflanzliche Produkte zurück greifen.

1.) Inhalieren
So hat es mir sehr geholfen täglich mit Kamillan zu inhalieren. Dafür einfach in kochendes Wasser einige Tropfen Kamillan geben und unter einem Handtuch den wohltuenden Dampf einatmen.

2.) Rotlicht
Auch die Wärme auf der Brust und der Stirn mittels einer Rotlichtlampe ist wohltuend und löst vor allem den Druck, der durch die verstopfte Nase kommt.

3.) Baden
Ein warmes Bad mit ätherischen Ölen, zum Beispiel mit Hilfe eines Erkältungsbadzusatzes, befreit die Atemwege und wärmt den Körper gut durch. Nur darf nicht all zu heiß und all zu lange gebadet werden, um keine Wehen auszulösen. Meine Frauenärztin riet mir nicht länger als 5 Minuten heiß zu baden und daran halte ich mich immer.

4.) Hustensaft
Gegen den Hustenreiz hätte ich gern Hustensaft genommen, aber auch hier wird während der Schwangerschaft davon abgeraten dies einzunehmen. 
Was also gegen Hustenreiz tun? Hier kenne ich noch den guten alten selbst gemachten Rettichsaft oder auch Zwiebelsaft.
Da man leider schwarzen Rettich nicht immer bekommt bietet sich Zwiebelsaft an. Hier für einfach ein bis zwei Zwiebeln klein schneiden und zusammen mit Kandiszucker mischen. Das ganze einige Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen und schon bildet sich ein süßer Saft der den Hustenreiz stillt.

5.) Ruhe und Schlaf
Wie bei jeder Erkältung sind viel Ruhe und ausreichend Schlaf von großer Bedeutung. Ich war einfach nur kaputt und ständig müde und dem habe ich so gut wie immer nachgegeben. 

6.) Frische Luft
Auch wenn viel Ruhe unabdingbar ist, ist ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft mehr als hilfreich. Er befreit und gibt einen neuen Antrieb.
Aber es gilt - nicht übertreiben und gut einpacken. Spazieren so lange es einem selbst gut tut und man nicht über seine Grenzen kommt.

7.) Frisches Obst, Gemüse und viel trinken
Eine gesunde abwechslungsreiche Ernährung ist immer wichtig, aber auch gerade wenn es einen richtig erwischt hat helfen frische Vitamine schnell wieder auf die Beine zu kommen. 
Auch ausreichend und viel trinken ist wichtig. Hier helfen vor allem Kräutertees mit etwas Honig. 

8.) Medikamente
Sollte all das nicht helfen, weil der Infekt stark ausgeprägt ist, ist eine Vorstellung beim Arzt so oder so immer ratsam, gerade eben auch in der Schwangerschaft. 
Der Frauenarzt kann dann auch entschieden Medikamente verschreiben. So habe ich gegen das Fieber Paracetamol genommen, Sinupret gegen die verstopften Nasennebenhöhlen und nachts auch Nasentropfen damit ich etwas freier atmen konnte, sowie Gelo ReVoice gegen den Hustenreiz. 

Natürlich hoffe ich, dass ihr alle soweit wie möglich von den ganzen Viren und Bakterien verschont bleibt, aber manchmal kann man sich eben nicht immer schützen.
Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen. :)

Dienstag, 31. Januar 2017

Wisst ihr eigentlich schon was es wird?

Ich glaube das ist wohl die häufigste Frage, die wir Schwangeren gestellt bekommen oder?

Lange Zeit tappten wir was das betraf  im Dunkeln. Große Hoffnung legte ich daher in die zweite große Ultraschalluntersuchung die in der ersten Januarwoche stattfand, aber wir wurden enttäuscht.
Unser Baby machte es nämlich unmöglich, dass wir überhaupt was sehen konnten und ausgerechnet an dem Tag war der Herzmann das erste Mal mit beim Ultraschall.
Dank Beckenendlage, der vorn liegenden Plazenta, sowie meiner dickeren Bauchdecke war selbst das Vermessen des Würmchens unmöglich und so blieben wir alle ahnungslos und die hunderten Fragen musste ich wieder mit "Wir wissen es noch nicht!" beantworten.



So blieb uns nur die eine Woche bis zur bevorstehenden Feindiagnostik zu warten, wo wir sicherlich genaueres erfahren werden, da ja da ganz genau geschaut wird, wie es dem Kind geht, ob alles gesund ist und was es wird.
Leider bin ich bereits ein paar Tage vorher stationär ins Krankenhaus gekommen und hatte Sorge um meinen Termin.
Bei der Visite fragte ich daher immer nach, ob die Feindiagnostik planmäßig gemacht wird. Der Oberarzt der die Feindiagnostik machte, sicherte mir selbst zu, dass wir das mitmachen werden, da es im selben Krankenhaus stattfinden wird, wo ich gerade lag.

Als der Termin endlich kam blieb der Herzmann aus der Nachtschicht extra wach und kam ins Krankenhaus. Gemeinsam betraten wir den entsprechenden Fachbereich und wurden bereits am Empfang abgewimmelt - "Wir machen heute keine Feindiagnostik bei Ihnen, da Sie noch stationär im Krankenhaus sind" Bitte waaas?! Ich erklärte der Dame, dass selbst der Oberarzt mir zusicherte, dass die Feindiagnostik stattfinden wird und man mir das bei jeder Visite bestätigte. Sie ging zum entsprechenden Oberarzt und ich hörte wie er ernsthaft sagte "Das habe ich nie gesagt!"
Die Begründung, warum man keine Feindiagnostik machte ist einfach:  man es nicht abrechnen solange man stationär im Krankenhaus liegt - es geht also nur ums Geld.
Mit den Worten "Was für ein Saftladen" die ich laut im vollem Wartezimmer los lies verließen wir den Fachbereich - zwei Stunden später wurde ich übrigens entlassen, was ja für den Tag auch geplant war...oh da hatte ich so richtig Puls.

Ich war richtig wütend und habe das auch mehrmals zum Ausdruck gebracht. Hieß es doch all die Tage es geht um die Gesundheit des Kindes, aber es hat wohl niemanden interessiert wie es dem Kind tatsächlich geht. Es geht nur ums Geld.
Gut, die Abrechnungssachen kann man vielleicht noch irgendwo nachvollziehen, denn es geht ja immer nur ums Geld, aber man wusste ich werde entlassen, wieso hat man mich nicht früh entlassen?! Ich wurde nun auch nicht irgendwo dazwischen geschoben, sondern habe nun erst über zwei Wochen später einen neuen Termin bekommen. Mittlerweile habe ich mir bei einem anderen Facharzt einen Termin geholt - der übrigens eher stattfand...leider hat der Herzmann dafür nun kein Urlaub bekommen und konnte sein Kind nicht sehen. 

Wir wussten also immer noch nicht was es wird...
Am nächsten Tag nach der Entlassung waren wir ja dann bei meinem Frauenarzt, um den weiteren Verlauf zu besprechen. Als man nochmal die Vitalfunktionen kontrollierte zeigte es sich dann - wir bekommen ein kleines Babymädchen.
Noch während des Ultraschalls liefen mir die Tränen und ich konnte unser Glück kaum glauben, denn auch wenn man immer sagt "Hauptsache gesund", was wir uns natürlich auch sehr nach all den Problemen wünschen, hatte ich insgeheim immer die Hoffnung und den Wunsch, das es ein kleines Babymädchen wird. 

Und Babymädchen meistern wohl problematischere Schwangerschaften meist besser, als Babyjungs. Sie wird so eine Kämpferin, wie ich :)

Freitag, 27. Januar 2017

Kompressionsversorgung in der Schwangerschaft und wundervolle Betreuung durch Ivosa Medizintechnik

Auch in der Schwangerschaft ist für mich die Kompression unerlässlich, jedoch konnte ich meine bisherige Kompressionbestrumpfung durch den wachsenden Bauch nicht mehr tragen, da ich den Druck einfach als unerträglich empfand.
Durch die liebe Melanie wurde mir dann die spezielle Schwangerschaftskompression ans Herz gelegt.

Über das Ausmessen hatte ich bereits hier im Dezember darüber berichtet und nun möchte ich Euch nicht vorenthalten, wie das Ergebnis aussieht.
Auf den ersten Blick gibt es eigentlich nichts neues, aber wenn man genauer hinsieht erkennt man die Unterschiede. Der größte Unterschied besteht an dem speziellen Bauchteil, der entgegen der restlichen Leggings nicht in KKL2 sondern in KKL1 gestrickt wurde und sehr sehr elastisch ist, damit die Hose quasi mitwachsen kann, so wie der Bauch in der Schwangerschaft weiter wächst.



Auf der anderen Seite ist dann dieses spezielle Band zu erkennen, womit man die Weite regulieren kann. Natürlich haben wir aktuell dies sehr eng eingestellt, damit die Hose auch dort sitzen bleibt, wo sie sitzen soll. Dies kann ich aber jederzeit anpassen. 
Da mir der richtige Schwangerschaftsbauch noch fehlt, hat die Hose nämlich sonst keinen richtigen Halt.



Das Ausmessen und Anpassen der Kompression gestaltete sich aufgrund der Schwangerschaft leider etwas schwieriger als gedacht, aber dank der guten Betreuung von Herrn Milde und Frau Schmidt von der Ivosa Medizintechnik hat es nun prima geklappt und ich kann sorglos täglich meine Kompression tragen und merke hier auch wesentliche Verbesserungen.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich für die gute Betreuung bedanken, da ich bislang nie so gut betreut wurden bin.
Das Motto bei Ivosa Medizintechnik "Wir nehmen uns Zeit" hat oberste Priorität. So wird gemeinsam die Kompression angezogen um direkt zu sehen, ob alles passt oder irgendwas nochmal korrigiert werden muss. Bisher habe ich die Kompression immer die Hand gedrückt bekommen und musste immer wieder extra ins Sanitätshaus, wenn es nicht passte. Sowas kommt bei Herrn Milde nicht annähernd in Betracht, egal ob man das erste Mal Kompressionsversorgung erhält oder wie ich ein alter Hase ist.
Entgegen bisherigen Sanitätshäusern ist die Kompressionsversorgung bei Ivosa Medizintechnik nicht erst nach zwei drei Wochen da, sondern nach nur wenigen Tagen und das auch bei Reklamationen, sodass wochenlanges Warten erst gar nicht an den Nerven zerrt.

Wer also in Leipzig und Umgebung ein wirklich engagiertes Team und eine sehr gute Betreuung rund um die Kompressionsversorgung sucht, den kann ich die Ivosa Medizintechnik mit Herrn Milde und Frau Schmidt nur sehr ans Herz legen. Im Bedarfsfall kommen sie auch zu Euch nach Hause. :) 

Herr Milde hat mein Gewinnspiel mit tollen Sachen für Euch unterstützt und einiges für Euch aus seinem Sortiment gestellt. Wer also leer ausgegangen ist, kann bei Herrn Milde die Pflegeprodukte, aber auch die speziellen Handschuhe kaufen.

Ich dank Euch für Eure zahlreiche Teilnahme, die über Facebook (10 Kommentare) und Email (13 Emails) doch sehr umfangreich ausgefallen ist. Ich danke Euch für Euren Mut, Euch in Eurer Kompression zu zeigen, aber auch für die vielen lieben Worte und tollen Beiträge. :)

Hier die Gewinner, die von der Glücksfee Luri gezogen wurden sind:



1. Preis R.E.
2. Preis Claudia Mü. 
3. Preis Madeleine Laurus

Bitte meldet Euch bis zum 01.02.2017 und sendet mir Eure Anschrift an lipoedem.blogspot@gmx.de damit ich Euch schnell Eure Pakete zusenden kann :)

Eure Anja

Dienstag, 24. Januar 2017

Intensiv Schwangerenbetreuung und erste Babywäsche

Aufgrund der ganzen Umstände galt ich nun als absolute Risikoschwangerschaft und sollte nun gesondert und intensiver betreut werden.
Bereits im Krankenhaus empfahl man mir die Universitätsklinik Leipzig und die dortige Intensiv Schangerenbetreuung (ISB), die sich mit spezifischen Fragen und Problemen während der Schwangerschaft auseinandersetzen und die normale Schwangerschaftsvorsorge ergänzen.
Als Schwerpunkt gilt auch die Betreuung der Schwangerschaft bei Bluthochdruck und darunter falle ich ja.

Bereits beim ersten Termin wurde ich sehr freundlich empfangen und gemeinsam besprachen wir die bestehenden Probleme und die aktuelle Situation. In Vorbereitung zu dem Termin musste ich ein Messprotokoll meines Blutdruckes anfertigen, welches erfreuliche Werte für die Ärztin aufwies.
Da ich bereits morgen Feindiagnostik habe verzichtete sie auf eine große Ultraschalluntersuchung, da der aktuelle Blutdruckwert und die Urinprobe ebenso erfreuliche Ergebnisse lieferte.
Aktuell bestehen daher keine Verdachtsmomente die akuten Handlungsbedarf erfordern würden.
Unabhängig davon kann die Situation jederzeit umschlagen und daher wäre es ratsam, sich soweit wie möglich vorzubereiten.

Da wir nicht verheiratet sind müssen wir die Vaterschaft anerkennen lassen und das werden wir direkt heute noch machen, damit wir hier bereits eine Baustelle weniger haben.
Zu dem habe ich gestern direkt die erste Babywäsche gemacht, um nun zeitnah die Kliniktasche vorzubereiten, damit im Notfall alles fertig ist.
Wir hoffen natürlich, dass wir diese nicht all zu früh brauchen, aber mich beruhigt es sehr, wenn ich weiß alles ist soweit fertig.



Nur der Luri fand es ziemlich merkwürdig, dass nun so kleine Sachen aufgehängt sind, aber daran wird er sich auf jeden Fall gewöhnen ;)

Unabhängig aller Umstände wollen wir aber positiv denken und feiern einfach jede Woche, die wir geschafft haben. So freue ich mich immer sehr, wenn wie heute wieder Wochenwechsel ist und ich heute bereits die 22. Schwangerschaftswoche begrüßen darf. Damit ich immer genau weiß wie weit ich bin habe ich mich von meiner Freundin Susi anfixen lassen und mir die Schwangerschaftsapp "Schwangerschaft +" herunter geladen. Sie beinhaltet eine Menge Informationen rund um die Schwangerschaft, die Entwicklung des Kindes, Checklisten und vieles mehr.




Eure Anja

Mittwoch, 18. Januar 2017

Wir feiern 2 Jahre "Mein Lipödem und ich" Blogjubiläum



Vor wenigen Tagen gab es Großes zu feiern, denn vor zwei Jahren habe ich endlich mit meinem ersten Beitrag mein Großes Projekt starten können. Mein Blog über meine Lipödemerkrankung ist endlich nach langer Vorarbeit online gegangen.
Seit dem hat sich sooooo viel im Bereich Lipödem getan. Ich habe durch meinem Blog so vielen von Euch unterstützen und Mut machen können, Eure Fragen beantwortet und soweit ich konnte geholfen.
Ich habe tolle Menschen kennen gelernt, tolle Kooperationen geführt, Interviews gegeben und an Forschungsarbeiten mitgewirkt.

Zwei Jahre "Mein Lipödem und ich" ist einfach unbegreiflich für mich. Was mit kleinen Schritten begann nahm relativ schnell seinen eigenen Lauf. Ich habe Euch direkt mit in mein Leben genommen, mit Euch gelacht, geweint, geflucht und selten ein Blatt vor den Mund genommen, auch wenn es mal kritisch wurde.
Ich freue mich einfach sehr, dass ich so viel mit meinen Beiträgen erreichen konnte, nicht nur für mich, sondern auch generell im Bereich der Aufklärung, aber auch für unseren Lipödem Hilfe Deutschland e.V.
Happy Birthday to me and to "Mein Lipödem und ich" :)

Natürlich ist das auch Eurer Mitwirkung zu verdanken, nicht nur weil Ihr meine Beiträge überhaupt lest, sondern auch weil ihr so interaktiv mitwirkt und gerade auf meiner Facebookseite kommentiert, die Beiträge teilt und andere Betroffene darauf aufmerksam macht.
Dafür möchte ich mich sehr gern bei Euch bedanken und habe ein tolles Gewinnspiel für Euch vorbereitet. Insgesamt haben drei die Möglichkeit etwas schönes zu gewinnen.


Natürlich wollte ich Euch nicht irgendetwas schenken, sondern habe mir ein paar Gedanken darüber gemacht. Unter dem Projekt des Lipödem Mode Blogs "Das Phönix Projekt" an dem ich mitwirke wollen wir im Jahr 2017 mehr Bewusstsein für unser eigenes Selbstbewusstsein schaffen. Sich selbst mehr Liebe, Akzeptanz und Toleranz schenken. "Etwas mehr aus seiner eigenen Komfortzone heraus kommen, mehr wagen und letztendlich mehr leben."
Ihr kennt das Phönix Projekt noch nicht? Dann klickt für weitere Infos einfach hier

Das Gewinnspiel erfolgt mit freundlicher Unterstützung von der ivosa Medizintechnik wodurch alle Pflegeprodukte von Medi, sowie die Spezialhandschuhe gesponsert wurden. Herrn Milde kennen die meisten von Euch sicherlich noch von unserem 5.Lipödemtag in Markkleeberg, der mich seit Oktober wundervoll im Bereich Kompressionsbestrumpfung betreut, vor allem auch seit der Schwangerschaft.
Jedes meiner drei Gewinnerpakete erhält als erstes daher eine wunderschöne Karte mit der Aufschrift "Love You" = Liebe Dich! Und zwar so wie Du bist, denn egal wie schwer Dein Päckchen ist, was Du zu tragen hast, Du bist etwas Besonderes.
Aber damit nicht genug.
Der erste Preis beinhaltet ein volles Verwöhnprogramm für eine gelungene Auszeit mit sich selbst, um sich direkt mehr Liebe und Zeit zu schenken. Eine von mir selbst genähte Kosmetiktasche (auch als Federmäppchen für die Schule oder Uni gut verwendbar, wie ich es gern mache :), ist daher gefüllt mit einigen Beautyprodukten, wie eine Pflegedusche, Nagellack, Lippen-, Hand- und Haarpflege, ein Verwöhnbad, Gesichtsmasken und einem leckeren Tee. Dazu gibt es ein Pflegeset von Medi, sowie wundervolle Handschuhe der Firma ofa zum leichteren Anziehen der Kompressionsversorgung, die um einiges besser sind als die pinken von Medi.


Das zweite Paket enthält ein kleineres Verwöhnpaket bestehend aus einem Pflegebad, Gesichtsmasken, einer Pflegecremé von Medi, sowie ebenso ein Paar Handschuhen von der Firma ofa für das Anziehen der Kompri.

Das dritte und letzte Gewinnerpaket enthält die Pflegecremé und die super Handschuhe.


Ihr merkt schon - alle drei Pakete zielen vor allem auf Lipödem- und Lymphödempatientinnen ab, die sich tagtäglich in die Kompressionsbestrumpfung zwängen und sehr auf die Hautpflege achten müssen. Die "ollen Gummistrümpe" nagen unabhängig davon, das es mittlerweile auch tolle Farben und Muster gibt auch sehr am eigenen Selbstbewusstsein. Daher ist es mir wichtig, dass Ihr Euch trotz allem mehr Liebe und Aufmerksamkeit schenkt.

Wie Ihr nun gewinnen könnt? Folgt meiner Facebookseite von "Mein Lipödem und ich", hinterlasst unter dem Gewinnspielbeitrag einen Kommentar welcher Beitrag Euch in den vergangenen Jahren am besten gefallen hat und postet ein Bild eurer Kompressionsversorgung.
Euer Name hoppelt doppelt in die Lostrommel, wenn Ihr meinen Beitrag teilt oder ihr Mitglied im Lipödem Hilfe Deutschland e.V. seit. :)
Ihr habt kein Facebook? Dann schreibt mir eine Email an lipoedem.blogspot@gmx.de mit dem entsprechenden Beitrag und einem Foto Eurer Kompressionsversorgung.

Bitte beachtet die unten aufgeführten Teilnahmebedingungen.


Teilnahmebedingungen:
 • Das Gewinnspiel erfolgt mit freundlicher Unterstützung von ivosa Medizintechnik - alle Pflegeprodukte von Medi, sowie die Spezialhandschuhe wurden gesponsert.
• Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich volljährige natürliche Personen, mit einem ständigen Wohnsitz in Österreich, Deutschland oder der Schweiz.
• Das Gewinnspiel beginnt am 18.01.2017 und endet am 25.01.2016 um 18:00 Uhr (MEZ).
• Der Gewinner wird auf meinem Blog bekannt gegeben, ein entsprechender Beitrag wird bei Facebook veröffentlicht. Die Gewinner erklären sich bereit, dass die (Facebook-)Namen auf der eigenen Facebook Seite in diesem Zusammenhang veröffentlichen darf. Die Gewinner werden per Zufallsprinzip ermittelt.
• Die Teilnahme an diesem Gewinnspiel ist kostenlos
• Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.