Montag, 20. Februar 2017

Facharbeit "Chronische Erkrankung - Lipödem"

Vor ein paar Monaten hatte ich Euch erzählt, dass mich eine Studentengruppe aus Hamburg kontaktiert hat und mich für ihre wissenschaftliche Arbeit interviewt hatte. 

Um was es genau geht und wer alles wissenschaftlich zusammen gearbeitet hat, hat Susan für Euch kurz zusammen getragen:
"Wir, das sind Carolin, Sarah, Susan, Patricia und Jonas, sind eine Studierenden Gruppe aus Hamburg. 


Wir studieren Interdisziplinäre Gesundheitsversorgung und Management. Wir kommen bereits alle aus verschiedenen Gesundheitsfachberufen und zwar der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Physiotherapie.
In dem Modul "Chronische Erkrankung" ging es um seltene und häufig falsch diagnostizierte wie auch in der Gesellschaft nicht anerkannte Erkrankungen. Als Prüfungsleistung sollten wir uns in Gruppen zusammenfinden und eine Erkrankung, auf die diese Beschreibung zutrifft, ausarbeiten und im Plenum vorstellen. Hierbei war es wichtig, nicht nur die reine Symptomatik darzustellen sondern vielmehr den Leidensdruck dem die Betroffenen ausgesetzt sind. Wir haben uns für das Lipödem entschieden, da Patricia als Physiotherapeutin uns einiges darüber erzählen konnte. Wir anderen kannten das Krankheitsbild kaum oder gar nicht und waren sowohl über die physischen wie auch über die psychischen Belastungen der Betroffenen erschrocken und wollten uns gerne diesem Thema widmen um dieses Krankheitsbild zumindest in unsrem Kurs bekanntzumachen."

Mittlerweile ist die Facharbeit abgeschlossen und die Verteidigung fand bereits im Dezember unter großen Interesse und mit viel Begeisterung statt.

Ich freue mich sehr mit meinem Blog und dem Interview der Gruppe bei Ihrem Vortrag geholfen zu haben und überhaupt, dass man dem Lipödem immer mehr Aufmerksamkeit schenkt, auch in Studiengruppen. 

Auszug aus der Präsentation

Wer Interesse an dem Fact-Sheet oder der vollständigen Präsentation hat, kann sich gern an mich wenden.


Das Fact-Sheet zur Präsentation. 

Montag, 13. Februar 2017

Krank in der Schwangerschaft

Gerade habe ich den dritten grippalen Infekt während der Schwangerschaft überstanden und möchte Euch heute einige Tipps verraten, die mir während der Zeit geholfen haben, denn während der Schwangerschaft darf man eigentlich nichts von dem, was einem wirklich hilft, nehmen.

Ich bin offenbar mehr als geschwächt in die Schwangerschaft gerutscht, denn es reichte wenn nur jemand neben mir niesen musste und schon war ich wenige Tage später krank.
Mit jedem Mal wurde es nun schlimmer und der letzte grippale Infekt übertraf die anderen beiden um Weiten, da ich zusätzlich neben einer verstopften Nase, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit auch mit Fieber zu kämpfen hatte, was aber für das Baby alles andere als gut war.

Aber die Entwarnung vorweg - uns geht es mittlerweile wieder gut und auch dem Babymädchen scheint es gut zu gehen, denn ich war extra nochmal zur Kontrolle, einfach um mir die Sorgen nehmen zu lassen,

Was kann man aber nun aktiv bei einem Infekt machen?

Am besten soweit wie möglich alles mit den guten alten Hausmitteln lösen und auf rein pflanzliche Produkte zurück greifen.

1.) Inhalieren
So hat es mir sehr geholfen täglich mit Kamillan zu inhalieren. Dafür einfach in kochendes Wasser einige Tropfen Kamillan geben und unter einem Handtuch den wohltuenden Dampf einatmen.

2.) Rotlicht
Auch die Wärme auf der Brust und der Stirn mittels einer Rotlichtlampe ist wohltuend und löst vor allem den Druck, der durch die verstopfte Nase kommt.

3.) Baden
Ein warmes Bad mit ätherischen Ölen, zum Beispiel mit Hilfe eines Erkältungsbadzusatzes, befreit die Atemwege und wärmt den Körper gut durch. Nur darf nicht all zu heiß und all zu lange gebadet werden, um keine Wehen auszulösen. Meine Frauenärztin riet mir nicht länger als 5 Minuten heiß zu baden und daran halte ich mich immer.

4.) Hustensaft
Gegen den Hustenreiz hätte ich gern Hustensaft genommen, aber auch hier wird während der Schwangerschaft davon abgeraten dies einzunehmen. 
Was also gegen Hustenreiz tun? Hier kenne ich noch den guten alten selbst gemachten Rettichsaft oder auch Zwiebelsaft.
Da man leider schwarzen Rettich nicht immer bekommt bietet sich Zwiebelsaft an. Hier für einfach ein bis zwei Zwiebeln klein schneiden und zusammen mit Kandiszucker mischen. Das ganze einige Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen und schon bildet sich ein süßer Saft der den Hustenreiz stillt.

5.) Ruhe und Schlaf
Wie bei jeder Erkältung sind viel Ruhe und ausreichend Schlaf von großer Bedeutung. Ich war einfach nur kaputt und ständig müde und dem habe ich so gut wie immer nachgegeben. 

6.) Frische Luft
Auch wenn viel Ruhe unabdingbar ist, ist ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft mehr als hilfreich. Er befreit und gibt einen neuen Antrieb.
Aber es gilt - nicht übertreiben und gut einpacken. Spazieren so lange es einem selbst gut tut und man nicht über seine Grenzen kommt.

7.) Frisches Obst, Gemüse und viel trinken
Eine gesunde abwechslungsreiche Ernährung ist immer wichtig, aber auch gerade wenn es einen richtig erwischt hat helfen frische Vitamine schnell wieder auf die Beine zu kommen. 
Auch ausreichend und viel trinken ist wichtig. Hier helfen vor allem Kräutertees mit etwas Honig. 

8.) Medikamente
Sollte all das nicht helfen, weil der Infekt stark ausgeprägt ist, ist eine Vorstellung beim Arzt so oder so immer ratsam, gerade eben auch in der Schwangerschaft. 
Der Frauenarzt kann dann auch entschieden Medikamente verschreiben. So habe ich gegen das Fieber Paracetamol genommen, Sinupret gegen die verstopften Nasennebenhöhlen und nachts auch Nasentropfen damit ich etwas freier atmen konnte, sowie Gelo ReVoice gegen den Hustenreiz. 

Natürlich hoffe ich, dass ihr alle soweit wie möglich von den ganzen Viren und Bakterien verschont bleibt, aber manchmal kann man sich eben nicht immer schützen.
Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen. :)

Dienstag, 31. Januar 2017

Wisst ihr eigentlich schon was es wird?

Ich glaube das ist wohl die häufigste Frage, die wir Schwangeren gestellt bekommen oder?

Lange Zeit tappten wir was das betraf  im Dunkeln. Große Hoffnung legte ich daher in die zweite große Ultraschalluntersuchung die in der ersten Januarwoche stattfand, aber wir wurden enttäuscht.
Unser Baby machte es nämlich unmöglich, dass wir überhaupt was sehen konnten und ausgerechnet an dem Tag war der Herzmann das erste Mal mit beim Ultraschall.
Dank Beckenendlage, der vorn liegenden Plazenta, sowie meiner dickeren Bauchdecke war selbst das Vermessen des Würmchens unmöglich und so blieben wir alle ahnungslos und die hunderten Fragen musste ich wieder mit "Wir wissen es noch nicht!" beantworten.



So blieb uns nur die eine Woche bis zur bevorstehenden Feindiagnostik zu warten, wo wir sicherlich genaueres erfahren werden, da ja da ganz genau geschaut wird, wie es dem Kind geht, ob alles gesund ist und was es wird.
Leider bin ich bereits ein paar Tage vorher stationär ins Krankenhaus gekommen und hatte Sorge um meinen Termin.
Bei der Visite fragte ich daher immer nach, ob die Feindiagnostik planmäßig gemacht wird. Der Oberarzt der die Feindiagnostik machte, sicherte mir selbst zu, dass wir das mitmachen werden, da es im selben Krankenhaus stattfinden wird, wo ich gerade lag.

Als der Termin endlich kam blieb der Herzmann aus der Nachtschicht extra wach und kam ins Krankenhaus. Gemeinsam betraten wir den entsprechenden Fachbereich und wurden bereits am Empfang abgewimmelt - "Wir machen heute keine Feindiagnostik bei Ihnen, da Sie noch stationär im Krankenhaus sind" Bitte waaas?! Ich erklärte der Dame, dass selbst der Oberarzt mir zusicherte, dass die Feindiagnostik stattfinden wird und man mir das bei jeder Visite bestätigte. Sie ging zum entsprechenden Oberarzt und ich hörte wie er ernsthaft sagte "Das habe ich nie gesagt!"
Die Begründung, warum man keine Feindiagnostik machte ist einfach:  man es nicht abrechnen solange man stationär im Krankenhaus liegt - es geht also nur ums Geld.
Mit den Worten "Was für ein Saftladen" die ich laut im vollem Wartezimmer los lies verließen wir den Fachbereich - zwei Stunden später wurde ich übrigens entlassen, was ja für den Tag auch geplant war...oh da hatte ich so richtig Puls.

Ich war richtig wütend und habe das auch mehrmals zum Ausdruck gebracht. Hieß es doch all die Tage es geht um die Gesundheit des Kindes, aber es hat wohl niemanden interessiert wie es dem Kind tatsächlich geht. Es geht nur ums Geld.
Gut, die Abrechnungssachen kann man vielleicht noch irgendwo nachvollziehen, denn es geht ja immer nur ums Geld, aber man wusste ich werde entlassen, wieso hat man mich nicht früh entlassen?! Ich wurde nun auch nicht irgendwo dazwischen geschoben, sondern habe nun erst über zwei Wochen später einen neuen Termin bekommen. Mittlerweile habe ich mir bei einem anderen Facharzt einen Termin geholt - der übrigens eher stattfand...leider hat der Herzmann dafür nun kein Urlaub bekommen und konnte sein Kind nicht sehen. 

Wir wussten also immer noch nicht was es wird...
Am nächsten Tag nach der Entlassung waren wir ja dann bei meinem Frauenarzt, um den weiteren Verlauf zu besprechen. Als man nochmal die Vitalfunktionen kontrollierte zeigte es sich dann - wir bekommen ein kleines Babymädchen.
Noch während des Ultraschalls liefen mir die Tränen und ich konnte unser Glück kaum glauben, denn auch wenn man immer sagt "Hauptsache gesund", was wir uns natürlich auch sehr nach all den Problemen wünschen, hatte ich insgeheim immer die Hoffnung und den Wunsch, das es ein kleines Babymädchen wird. 

Und Babymädchen meistern wohl problematischere Schwangerschaften meist besser, als Babyjungs. Sie wird so eine Kämpferin, wie ich :)

Freitag, 27. Januar 2017

Kompressionsversorgung in der Schwangerschaft und wundervolle Betreuung durch Ivosa Medizintechnik

Auch in der Schwangerschaft ist für mich die Kompression unerlässlich, jedoch konnte ich meine bisherige Kompressionbestrumpfung durch den wachsenden Bauch nicht mehr tragen, da ich den Druck einfach als unerträglich empfand.
Durch die liebe Melanie wurde mir dann die spezielle Schwangerschaftskompression ans Herz gelegt.

Über das Ausmessen hatte ich bereits hier im Dezember darüber berichtet und nun möchte ich Euch nicht vorenthalten, wie das Ergebnis aussieht.
Auf den ersten Blick gibt es eigentlich nichts neues, aber wenn man genauer hinsieht erkennt man die Unterschiede. Der größte Unterschied besteht an dem speziellen Bauchteil, der entgegen der restlichen Leggings nicht in KKL2 sondern in KKL1 gestrickt wurde und sehr sehr elastisch ist, damit die Hose quasi mitwachsen kann, so wie der Bauch in der Schwangerschaft weiter wächst.



Auf der anderen Seite ist dann dieses spezielle Band zu erkennen, womit man die Weite regulieren kann. Natürlich haben wir aktuell dies sehr eng eingestellt, damit die Hose auch dort sitzen bleibt, wo sie sitzen soll. Dies kann ich aber jederzeit anpassen. 
Da mir der richtige Schwangerschaftsbauch noch fehlt, hat die Hose nämlich sonst keinen richtigen Halt.



Das Ausmessen und Anpassen der Kompression gestaltete sich aufgrund der Schwangerschaft leider etwas schwieriger als gedacht, aber dank der guten Betreuung von Herrn Milde und Frau Schmidt von der Ivosa Medizintechnik hat es nun prima geklappt und ich kann sorglos täglich meine Kompression tragen und merke hier auch wesentliche Verbesserungen.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich für die gute Betreuung bedanken, da ich bislang nie so gut betreut wurden bin.
Das Motto bei Ivosa Medizintechnik "Wir nehmen uns Zeit" hat oberste Priorität. So wird gemeinsam die Kompression angezogen um direkt zu sehen, ob alles passt oder irgendwas nochmal korrigiert werden muss. Bisher habe ich die Kompression immer die Hand gedrückt bekommen und musste immer wieder extra ins Sanitätshaus, wenn es nicht passte. Sowas kommt bei Herrn Milde nicht annähernd in Betracht, egal ob man das erste Mal Kompressionsversorgung erhält oder wie ich ein alter Hase ist.
Entgegen bisherigen Sanitätshäusern ist die Kompressionsversorgung bei Ivosa Medizintechnik nicht erst nach zwei drei Wochen da, sondern nach nur wenigen Tagen und das auch bei Reklamationen, sodass wochenlanges Warten erst gar nicht an den Nerven zerrt.

Wer also in Leipzig und Umgebung ein wirklich engagiertes Team und eine sehr gute Betreuung rund um die Kompressionsversorgung sucht, den kann ich die Ivosa Medizintechnik mit Herrn Milde und Frau Schmidt nur sehr ans Herz legen. Im Bedarfsfall kommen sie auch zu Euch nach Hause. :) 

Herr Milde hat mein Gewinnspiel mit tollen Sachen für Euch unterstützt und einiges für Euch aus seinem Sortiment gestellt. Wer also leer ausgegangen ist, kann bei Herrn Milde die Pflegeprodukte, aber auch die speziellen Handschuhe kaufen.

Ich dank Euch für Eure zahlreiche Teilnahme, die über Facebook (10 Kommentare) und Email (13 Emails) doch sehr umfangreich ausgefallen ist. Ich danke Euch für Euren Mut, Euch in Eurer Kompression zu zeigen, aber auch für die vielen lieben Worte und tollen Beiträge. :)

Hier die Gewinner, die von der Glücksfee Luri gezogen wurden sind:



1. Preis R.E.
2. Preis Claudia Mü. 
3. Preis Madeleine Laurus

Bitte meldet Euch bis zum 01.02.2017 und sendet mir Eure Anschrift an lipoedem.blogspot@gmx.de damit ich Euch schnell Eure Pakete zusenden kann :)

Eure Anja

Dienstag, 24. Januar 2017

Intensiv Schwangerenbetreuung und erste Babywäsche

Aufgrund der ganzen Umstände galt ich nun als absolute Risikoschwangerschaft und sollte nun gesondert und intensiver betreut werden.
Bereits im Krankenhaus empfahl man mir die Universitätsklinik Leipzig und die dortige Intensiv Schangerenbetreuung (ISB), die sich mit spezifischen Fragen und Problemen während der Schwangerschaft auseinandersetzen und die normale Schwangerschaftsvorsorge ergänzen.
Als Schwerpunkt gilt auch die Betreuung der Schwangerschaft bei Bluthochdruck und darunter falle ich ja.

Bereits beim ersten Termin wurde ich sehr freundlich empfangen und gemeinsam besprachen wir die bestehenden Probleme und die aktuelle Situation. In Vorbereitung zu dem Termin musste ich ein Messprotokoll meines Blutdruckes anfertigen, welches erfreuliche Werte für die Ärztin aufwies.
Da ich bereits morgen Feindiagnostik habe verzichtete sie auf eine große Ultraschalluntersuchung, da der aktuelle Blutdruckwert und die Urinprobe ebenso erfreuliche Ergebnisse lieferte.
Aktuell bestehen daher keine Verdachtsmomente die akuten Handlungsbedarf erfordern würden.
Unabhängig davon kann die Situation jederzeit umschlagen und daher wäre es ratsam, sich soweit wie möglich vorzubereiten.

Da wir nicht verheiratet sind müssen wir die Vaterschaft anerkennen lassen und das werden wir direkt heute noch machen, damit wir hier bereits eine Baustelle weniger haben.
Zu dem habe ich gestern direkt die erste Babywäsche gemacht, um nun zeitnah die Kliniktasche vorzubereiten, damit im Notfall alles fertig ist.
Wir hoffen natürlich, dass wir diese nicht all zu früh brauchen, aber mich beruhigt es sehr, wenn ich weiß alles ist soweit fertig.



Nur der Luri fand es ziemlich merkwürdig, dass nun so kleine Sachen aufgehängt sind, aber daran wird er sich auf jeden Fall gewöhnen ;)

Unabhängig aller Umstände wollen wir aber positiv denken und feiern einfach jede Woche, die wir geschafft haben. So freue ich mich immer sehr, wenn wie heute wieder Wochenwechsel ist und ich heute bereits die 22. Schwangerschaftswoche begrüßen darf. Damit ich immer genau weiß wie weit ich bin habe ich mich von meiner Freundin Susi anfixen lassen und mir die Schwangerschaftsapp "Schwangerschaft +" herunter geladen. Sie beinhaltet eine Menge Informationen rund um die Schwangerschaft, die Entwicklung des Kindes, Checklisten und vieles mehr.




Eure Anja

Mittwoch, 18. Januar 2017

Wir feiern 2 Jahre "Mein Lipödem und ich" Blogjubiläum



Vor wenigen Tagen gab es Großes zu feiern, denn vor zwei Jahren habe ich endlich mit meinem ersten Beitrag mein Großes Projekt starten können. Mein Blog über meine Lipödemerkrankung ist endlich nach langer Vorarbeit online gegangen.
Seit dem hat sich sooooo viel im Bereich Lipödem getan. Ich habe durch meinem Blog so vielen von Euch unterstützen und Mut machen können, Eure Fragen beantwortet und soweit ich konnte geholfen.
Ich habe tolle Menschen kennen gelernt, tolle Kooperationen geführt, Interviews gegeben und an Forschungsarbeiten mitgewirkt.

Zwei Jahre "Mein Lipödem und ich" ist einfach unbegreiflich für mich. Was mit kleinen Schritten begann nahm relativ schnell seinen eigenen Lauf. Ich habe Euch direkt mit in mein Leben genommen, mit Euch gelacht, geweint, geflucht und selten ein Blatt vor den Mund genommen, auch wenn es mal kritisch wurde.
Ich freue mich einfach sehr, dass ich so viel mit meinen Beiträgen erreichen konnte, nicht nur für mich, sondern auch generell im Bereich der Aufklärung, aber auch für unseren Lipödem Hilfe Deutschland e.V.
Happy Birthday to me and to "Mein Lipödem und ich" :)

Natürlich ist das auch Eurer Mitwirkung zu verdanken, nicht nur weil Ihr meine Beiträge überhaupt lest, sondern auch weil ihr so interaktiv mitwirkt und gerade auf meiner Facebookseite kommentiert, die Beiträge teilt und andere Betroffene darauf aufmerksam macht.
Dafür möchte ich mich sehr gern bei Euch bedanken und habe ein tolles Gewinnspiel für Euch vorbereitet. Insgesamt haben drei die Möglichkeit etwas schönes zu gewinnen.


Natürlich wollte ich Euch nicht irgendetwas schenken, sondern habe mir ein paar Gedanken darüber gemacht. Unter dem Projekt des Lipödem Mode Blogs "Das Phönix Projekt" an dem ich mitwirke wollen wir im Jahr 2017 mehr Bewusstsein für unser eigenes Selbstbewusstsein schaffen. Sich selbst mehr Liebe, Akzeptanz und Toleranz schenken. "Etwas mehr aus seiner eigenen Komfortzone heraus kommen, mehr wagen und letztendlich mehr leben."
Ihr kennt das Phönix Projekt noch nicht? Dann klickt für weitere Infos einfach hier

Das Gewinnspiel erfolgt mit freundlicher Unterstützung von der ivosa Medizintechnik wodurch alle Pflegeprodukte von Medi, sowie die Spezialhandschuhe gesponsert wurden. Herrn Milde kennen die meisten von Euch sicherlich noch von unserem 5.Lipödemtag in Markkleeberg, der mich seit Oktober wundervoll im Bereich Kompressionsbestrumpfung betreut, vor allem auch seit der Schwangerschaft.
Jedes meiner drei Gewinnerpakete erhält als erstes daher eine wunderschöne Karte mit der Aufschrift "Love You" = Liebe Dich! Und zwar so wie Du bist, denn egal wie schwer Dein Päckchen ist, was Du zu tragen hast, Du bist etwas Besonderes.
Aber damit nicht genug.
Der erste Preis beinhaltet ein volles Verwöhnprogramm für eine gelungene Auszeit mit sich selbst, um sich direkt mehr Liebe und Zeit zu schenken. Eine von mir selbst genähte Kosmetiktasche (auch als Federmäppchen für die Schule oder Uni gut verwendbar, wie ich es gern mache :), ist daher gefüllt mit einigen Beautyprodukten, wie eine Pflegedusche, Nagellack, Lippen-, Hand- und Haarpflege, ein Verwöhnbad, Gesichtsmasken und einem leckeren Tee. Dazu gibt es ein Pflegeset von Medi, sowie wundervolle Handschuhe der Firma ofa zum leichteren Anziehen der Kompressionsversorgung, die um einiges besser sind als die pinken von Medi.


Das zweite Paket enthält ein kleineres Verwöhnpaket bestehend aus einem Pflegebad, Gesichtsmasken, einer Pflegecremé von Medi, sowie ebenso ein Paar Handschuhen von der Firma ofa für das Anziehen der Kompri.

Das dritte und letzte Gewinnerpaket enthält die Pflegecremé und die super Handschuhe.


Ihr merkt schon - alle drei Pakete zielen vor allem auf Lipödem- und Lymphödempatientinnen ab, die sich tagtäglich in die Kompressionsbestrumpfung zwängen und sehr auf die Hautpflege achten müssen. Die "ollen Gummistrümpe" nagen unabhängig davon, das es mittlerweile auch tolle Farben und Muster gibt auch sehr am eigenen Selbstbewusstsein. Daher ist es mir wichtig, dass Ihr Euch trotz allem mehr Liebe und Aufmerksamkeit schenkt.

Wie Ihr nun gewinnen könnt? Folgt meiner Facebookseite von "Mein Lipödem und ich", hinterlasst unter dem Gewinnspielbeitrag einen Kommentar welcher Beitrag Euch in den vergangenen Jahren am besten gefallen hat und postet ein Bild eurer Kompressionsversorgung.
Euer Name hoppelt doppelt in die Lostrommel, wenn Ihr meinen Beitrag teilt oder ihr Mitglied im Lipödem Hilfe Deutschland e.V. seit. :)
Ihr habt kein Facebook? Dann schreibt mir eine Email an lipoedem.blogspot@gmx.de mit dem entsprechenden Beitrag und einem Foto Eurer Kompressionsversorgung.

Bitte beachtet die unten aufgeführten Teilnahmebedingungen.


Teilnahmebedingungen:
 • Das Gewinnspiel erfolgt mit freundlicher Unterstützung von ivosa Medizintechnik - alle Pflegeprodukte von Medi, sowie die Spezialhandschuhe wurden gesponsert.
• Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich volljährige natürliche Personen, mit einem ständigen Wohnsitz in Österreich, Deutschland oder der Schweiz.
• Das Gewinnspiel beginnt am 18.01.2017 und endet am 25.01.2016 um 18:00 Uhr (MEZ).
• Der Gewinner wird auf meinem Blog bekannt gegeben, ein entsprechender Beitrag wird bei Facebook veröffentlicht. Die Gewinner erklären sich bereit, dass die (Facebook-)Namen auf der eigenen Facebook Seite in diesem Zusammenhang veröffentlichen darf. Die Gewinner werden per Zufallsprinzip ermittelt.
• Die Teilnahme an diesem Gewinnspiel ist kostenlos
• Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Montag, 16. Januar 2017

Neues Jahr und kein neues Glück

Zuerst einmal wünsche ich Euch allen noch ein gesundes neues Jahr 2017. Ich wünsche Euch allen viel Gesundheit und Kraft bei Eurem persönlichen Kampf gegen das Lipödem.
Das Jahr steckt nun voller großer Erwartungen dieses Jahr für mich, denn wir erwarten ja unser erstes gemeinsames Kind, aber auch für den Blog habe ich wundervolle neue Ideen und Projekte, die ich gern gemeinsam mit Euch umsetzen möchte.


Sicherlich haben sich die meisten gewundert warum es auf einmal so ruhig hier auf dem Blog geworden ist, was ich absolut nicht beabsichtigt hatte, denn bereits im alten Jahr habe ich an tollen Beiträgen gearbeitet, die nun leider alle verspätet nach und nach hier online kommen werden.
Wer mir über Facebook folgt weiß es bereits und ich danke Euch an dieser Stelle für die zahlreichen Genesungswünsche und die vielen lieben Worte.
Nachdem die ersten Schwangerschaftsmonate, sagen wir mal, ziemlich problematisch verliefen hatte ich für die kommenden Monate endlich Hoffnung das es bergauf geht und ich die Kugelzeit nach einem erneuten schweren grippalen Infekt auch nun endlich genießen kann.

Leider erfüllte sich mein Wunsch dahingehend nicht und so kam in der ersten Woche direkt neue Problem auf. Bei der zweiten großen Ultraschalluntersuchung Anfang Januar wurde erneut ein sehr hohe Blutdruck festgestellt, der nun auch mit Medikamenten behandelt werden musste, denn bereits drei Wochen vorher hatte ich einmal schlimmes Augenflimmern, sodass ich den hohen Blutdruck nicht mehr mit Nervosität wegreden konnte.
Neben den Medikamenten organisierte ich mir direkt ein Blutdruckmessgerät um mehrmals täglich meinen Blutdruck selbst kontrollieren zu können.
Leider verbesserte sich mein Blutdruck in den kommenden Tagen überhaupt nicht und so hatte ich beim entspannen auf der Couch am späten Freitagnachmittag einen Spitzenwert von 177/115. 
Auf anraten der Hebamme bin ich dann selbst am nächsten Morgen direkt ins Krankenhaus gefahren, um dies abklären zu lassen.

Man schloss mich am CTG an und mein Blutdruck wurde zweimal gemessen, wo er wirklich gute Werte hatte. Na prima dachte ich, die denken sicherlich ich bin ein Hypochonder der mal wieder übertreibt. Im Anschluss schaute man per Ultraschall nochmal nach den Vitalfunktionen unseres Babys und wollte uns wieder gehen lassen. Zur Kontrolle wurde nochmals der Blutdruck gemessen, der dann auf einmal wieder einen Wert über 160/95 hatte und schwupps gewann ich ein freies Bett auf der Station.
Aufgenommen hat man mich mit dem Verdacht auf Präeklampsie, sprich Schwangerschaftsvergiftung. 

In den kommenden Tagen hat man dann einige Tests mit mir gemacht, u.a. schloss man mich an ein 24h Blutdruckmessgerät an, ich musste täglich zur Urinkontrolle und dann 24h Urin sammeln, zweimal täglich zum CTG um zu schauen, ob es bereits Wehentätigkeit gibt und man hat mir dreimal Blut abgenommen für die unterschiedlichsten Analysen.



Jeden Tag sprach ein anderer Arzt zur Visite und jeder sagte etwas anderes. Von sehr schrecklichen Äußerungen, wie das Kind wird definitiv vor der 34. Woche kommen via Kaiserschnitt bis hin das alles halb so schlimm ist und man es gut behandeln kann war quasi alles dabei. 
Ich war vor allem eins - nervlich fertig. Gerade die ersten Tage habe ich nur heulen können, weil ich einfach Angst um unser Baby, aber auch um mich hatte.
So richtig eine klare Äußerung was nun genau schief gelaufen ist konnte keiner geben und so blieben mir neben meiner Patienakte, die man fürs CTG immer ausgehändigt bekam nur noch Dr. Google, aber wie sagte so schön eine Freundin

"Don't google with a Kugel!"

Google niemals nach Krankheiten und Symptomen und vor allem NIEMALS schwanger. Naja ich hab mich selbst zunehmend verrückt gemacht. Derweil brauchte ich vor allem positive Gedanken, aber die konnte ich seit Feststellung der Schwangerschaft nie richtig entwickeln.
Es ist nicht so, dass ich keine Mutti werden will, nein, es ist einfach die ständige Angst von Anfang an die mich begleitet, dass meinem Baby doch noch was passiert, weil es seit Anfang an einfach nicht gut läuft. Die Blutungen, die vielen negativen Veränderungen meiner Gesundheit und nun das. denn ja, auch eine Schwangerschaftsvergiftung ist nicht ungefährlich...

Aber wir wollen ja von jetzt an positiv denken und so war es eben sehr schön wenigstens das Baby regelmäßig zu sehen und einmal beim CTG sogar die Herztöne für ein paar Momente richtig hören zu können.
Auch über die vielen Besuche habe ich mich sehr gefreut. So saß die hoch schwangere Susi mit beim CTG und wir sorgten für wahnsinnig viel Verwirrung, da ich mit meinem kleinen Bauch am CTG lag und Susi mit ihrer süßen großen Murmel daneben saß. *hihi* Ein Schreibfehler in meiner Akte sorgte zusätzlich für Verwirrung, denn da stand tatsächlich 38. SSW.



Über diese tollen Blumen durfte ich mich auch freuen, sowie über eine spätere tolle Zimmernachbarin Daniela, die das gleiche Problem hatte wie ich, nur bereits schon in der 34 Schwangerschaftswoche war. Mit Daniele war ich von Anfang an auf einer Wellenlänge und ich freue mich, dass wir auch nach dem Krankenhausaufenthalt weiterhin Kontakt haben.

Nach fünf Tagen wurde ich endlich entlassen. Der Verdacht eine Schwangerschaftsvergiftung zu haben hat sich vorerst zum Glück nicht bestätigt, aber das Thema ist leider auch nicht ganz vom Tisch. Auch bei der Entlassung äußerte die Oberärztin das es wohl auf eine Frühgeburt hinaus laufen wird und die Uniklinik der bessere Ort für die Entbindung wäre. Das St. Elisabeth Krankenhaus, wo ich lag und was ich für mich als Entbindungsklinik ausgesucht hatte, entbindet Kinder erst ab der 34. Woche und ist nicht wie die Uniklinik auf Frühgeburten spezialisiert. 
Mir wurde zudem direkt an Herz gelegt ins Beschäftigungsverbot zu gehen, sprich keine berufliche Tätigkeit mehr auszuüben, mich sehr zu schonen,jeglichen Stress zu vermeiden und nun wöchentlich zu Kontrollen zu erscheinen, u.a, in der Uniklinik und bei meiner Frauenärztin.

Ja, die Schwangerschaft habe ich mir tatsächlich ganz anders vorgestellt und die Sorgen werden einfach nicht weniger. Für uns heißt es jetzt um jede Woche kämpfen und jede Woche die wir geschafft haben, ist eine gewonnene Woche für unser Baby.